Traktoren im digitalen Zeitalter

Ein Traktor ist ein Kraftfahrzeug, das hauptsächlich zum Ziehen und den Betrieb anderer Gerätschaften in der Landwirtschaft verwendet wird.   

Ein Traktor verfügt über hohe, hintere Antriebsräder für maximalen Achsabstand und kleinere, schmalere Vorderräder, die für den Betrieb zwischen den Feldreihen ausgelegt sind. Der Landwirt kann Gerätschaften wie Pflüge, Eggen, Spritz- und Düngergeräte sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite des Traktors montieren.   

Technologische Vorschritten

Der Traktor hat im Laufe des letzten Jahrhunderts erstaunliche Veränderungen durchgemacht und ermöglicht und ist somit Aushängeschild für den schnellen Wandel in der Technologie.   

Das Aufkommen des Traktors leitete den Wandel in der Landwirtschaft von harter manueller Arbeit hin zum vollautomatisierten Bestellen der landwirtschaftlichen Nutzflächen ein. Die zuvor verwendeten Pferde und Ochsen waren teuer in der Anschaffung und mussten aufwendig gefüttert und gepflegt werden. Landwirte brauchten zudem einige Hektar Land, um Hafer, Heu und Futter zu züchten, die jedes Jahr für die Fütterung der Tiere gebraucht wurden. Mit Benzin oder Diesel angetriebene Trecker hingegen waren sofort einsatzbereit und einfach zu pflegen.   

Neben den guten wirtschaftlichen Gründen war das überzeugendste Argument für einen Umstieg auf eine maschinelle Zugmaschine sicher die Tatsache, dass ein Trecker im Vergleich zu Nutztieren ein Vielfaches an Kraft entfalten kann.   

Zu Anfang waren es einfache mechanische Neuheiten wie die starke Motorleistung, das Zahnradgetriebe und der kupplungsgetriebene Zapfwellenantrieb die die Landwirtschaft revolutionierten. 

Mit starken Motoren waren Zugmaschinen auch für das Fahren in schwierigem Gelände und das Ziehen extrem schwerer Lasten ausgelegt. Ein Zahnradgetriebe ist eine der effektivsten Methoden, um die Motorleistung der Zugmaschine auf den Boden zu übertragen. Zahnradgetriebe ermöglichen in Kombination mit mehreren Gängen das Arbeiten mit verschiedenen Geschwindigkeiten und die Kontrolle der Kraftübertragung. 

Das Aufkommen der hydraulischen Übertragung und später die hydrostatischen Getriebe erweiterten die Möglichkeiten der Zugmaschine und erhöhten die Produktivität. Hydraulische Kräfte werden nicht nur für die Hubkraft verwendet, sondern auch bei der Servolenkung und den Vorrichtungen zum Heben wie bei einer Ladeschaufel.   

Traktoren im digitalen Zeitalter  

Während Zugmaschinen heute weiterhin zum Pflügen, Bestellen und Ernten der Felder verwendet werden, gibt es im Zeitalter der Digitalisierung bereits autonom fahrende Zugmaschinen die per Computer programmierbar sind. Mittels GPS übernimmt der Trecker vollautomatisch das Säen, Pflanzen und die Bodenbearbeitung. Hindernisse werden ohne Fahrer von der Zugmaschine über Kameras und Radar erkannt und autonom umfahren. Dem Landwirt obliegt es nur noch die Bewirtschaftung der Felder zu planen und die Achsabstände der Zugmaschine an die Spezifikation der Nutzflächen anzupassen.   

Heute bauen die Hersteller viele verschiedene Treckermodelle. Die Hochleistungs-Zugmaschine ist dabei nur noch ein Modell unter vielen. Neben landwirtschaftliche Aufgaben werden Kleintraktoren, wie sie beispielsweise bei der Wilhelm Bunjes Maschinentechnik GmbH angeboten werden, von Privatpersonen und öffentlichen Einrichtungen auch zur Rasenpflege und für anspruchsvolle Landschaftsbauarbeiten in großen Gärten, Feldern und Weiden eingesetzt.

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